Gründungserklärung des innerparteilichen Zusammenschlusses „Linke für den Aufbau des Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ der Partei DIE LINKE.

 

Erbeskopf, den 15.09.2007

 

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner erklären, dass sie sich insbesondere folgende Inhalte der Rede von Oskar Lafontaine auf dem Gründungsparteitag der Partei DIE LINKE. und anderer Stellungnahmen Oskar Lafontaines  zu eigen und zur Basis und Richtschnur ihrer Politik machen:
 

1.  Organisationen, Gewerkschaften, Parteien - sie sind niemals Selbstzweck. Sie sind immer nur Mittel zum Zweck, den Menschen eine Stimme zu geben, die nicht mächtig sind, die sich zusammenschließen müssen, die nur zusammen etwas erreichen können.
 

2.  Wenn wir wissen, dass viele Menschen in Deutschland sagen, die da oben machen ja doch, was sie wollen, es lohnt sich doch gar nicht mehr, dann müssen wir dagegen halten mit direkter Demokratie, mit Mitgliederentscheiden, mit Generalstreik usw. Aber wir müssen auch dagegenhalten mit Glaubwürdigkeit. Glaubwürdigkeit ist das Schwerste. Lasst uns alles versuchen, dass diese Glaubwürdigkeit bei allen Fehlern und Irrungen, die unvermeidlich sind, zum Markenzeichen der neuen LINKEN wird!
 

3.  Ein System, das nur auf Mehrverbrauch, Umsatz- und Gewinnsteigerung orientiert ist, kann die ökologische Frage nicht lösen. Nein, die Systemfrage wird durch die Umweltfrage gestellt. Und die ökologische Frage verbindet sich mit der sozialen Frage, das war immer so. Wir wollen die ökologische Frage auf die Tagesordnung der neuen LINKEN setzen! Mit aller Macht und mit aller Kraft!
 

4.  Und wir laden all diejenigen ein, die am Aufbau des demokratischen Sozialismus mitwirken wollen. Jawohl, es heißt nicht Freiheit statt Sozialismus, es heißt Freiheit und Sozialismus, besser noch: Freiheit durch Sozialismus! Das ist die Formel, hinter der wir uns versammeln!

5.
  Wir wollen mitwirken am Aufbau des Sozialismus des 21. Jahrhunderts und unterstützen die Sozialismus-Versuche in Südamerika. Sie geben uns Hoffnung in Europa und in aller Welt!

6.
  Heute kann Antikapitalismus nur international verstanden werden. Natürlich haben antikapitalistische Konzepte heute internationale Dimension.
In einer Zeit, in der 500 Konzerne die Weltwirtschaft kontrollieren, muss linke Politik antikapitalistisch sein und imperialistischen Kriegen konsequent Widerstand entgegensetzen.

7.
  Die Linke muss aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen: Eine Regierungsbeteiligung stärkt sie nur dann, wenn sie eigene Ziele durchsetzt. Wenn das nicht der Fall ist, verliert sie. 

 

Nachweise für:

1. - 5.  aus der Rede auf dem Gründungsparteitag vom 16.06.2007

6. Neues Deutschland vom 22.09.2006, Interview mit Oskar Lafontaine, Lafontaine: Gallert & Co. auf Positionen der SPD-Rechten, Im Widerspruch zum Manifest

7. Rheinischer Merkur Nr. 28 vom 12.07.2007, Interview mit Oskar Lafontaine „Wir verändern Politik“

 

 

 

Internetpräsenz des  innerparteilichen Zusammenschlusses "Linke für den Aufbau des Sozialismus des 21. Jahrhunderts" der Partei DIE LINKE. Landesverband Rheinland-Pfalz

 

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